Rasen

Auf Rasen im Garten möchten die meisten Gartenbesitzer nicht verzichten. Er bietet die Grundlage des Gartenraumes, Freiraum zum Leben und für die Kinder Platz zum Spielen. Eine gleichmäßige grüne Rasenfläche strahlt Ruhe aus und bietet einen schönen Kontrast zu Blumen, Bäumen und Sträuchern. Gleichzeitig lässt sich mit Rasen als Gestaltungelement auch in kleinen Gärten räumlich Tiefe und Perspektive erzeugen.

Mit Rasenflächen gestalten

Bei der Gartengestaltung wird in den meisten Fällen eine Rasenfläche vorgesehen. Oft wird nach der Anlage von Rabatten die Restfläche eingesät und bildet eine amorphe Form. Schöner ist es, wenn man der Rasenfläche eine deutliche Form gibt.

Runde Rasenflächen wirken charmant und ruhig
Runde Rasenflächen wirken charmant und ruhig

Neuanlage einer Rasenfläche

Wichtig vorab: Vorbereitung des Bodens

Die Neuanlage eines Rasens benötigt Zeit, denn eine wichtige Voraussetzung für das Gedeihen des Rasens ist eine gute Bodenvorbereitung. Hierzu wird eine Mutterbodenschicht mit einer Tiefe von 10 bis 20 cm benötigt. Diese sollte nach dem Aufbringen auf die Erde mit einer Rasenwalze gleichmäßig angedrückt werden, um spätere Unebenheiten zu vermeiden. Der Mutterboden sollte möglichst frei von Unkräutern oder Unkrautsamen sein. Schwere Untergründe, die zu Staunässe neigen, müssen tiefgründig gelockert und mit Sand, Splitt oder sogar Lava oder Blähton verbessert werden. Ausgelaugte oder sandige Böden werden mit Kompost und Bentonit von ihrem Nähstoffgehalt aufgewertet. Für diese Maßnahmen entscheidend ist eine Bodenanalyse. Nur mit dem Wissen über den PH-Wert und den Nährstoffgehalt des Bodens kann man die nötigen Verbesserungen des Bodens richtig steuern.

1. Möglichkeit: Aussaat

Die besten Monate für eine Aussaat sind Mai, August und September. Regelmäßige Taubildung und ausreichende Temperaturen sorgen für eine erfolgreiche Keimung der Saat und gleichmäßiges Wachstum. Frühere oder spätere Aussaaten können durch plötzlich auftretende Fröste Schaden leiden. Das Saatgut wird gleichmäßig nicht tiefer als 5 mm eingeharkt, da Rasensaat zum Keimen Licht benötigt. Die für eine Rasensaat angegebene Aussaatmenge sollte man einhalten (i.d.R. 20-30 g/qm). Nach der Aussaat muss erneut gewalzt werden um einen optimalen Kontakt der Samen mit der Erde und so die Versorgung mit Feuchtigkeit zu gewährleisten.

Der erste Schnitt

Der erste Schnitt erfolgt bei einer Rasenhöhe von ca. 10 cm. Dabei sollten die Blattspitzen nur um 1-2 cm gekürzt werden. Hierdurch werden die Gräser zur Halm- und Ausläuferbildung angeregt und die sogenannte Grasnarbe kann sich entwickeln. Ab jetzt kann man die Schnitthöhe Schritt für Schritt absenken. Je nach Zustand der Rasenfläche kann es nun sinnvoll sein, den Rasen noch einmal zu walzen. So bekommen gelockerte Gräser wieder Kontakt mit dem Boden. Will man die Kräftigung des Rasens in diesem Stadium noch unterstützen, düngt man mit 5 g Reinstickstoff/qm.
Fertigrasen

2. Möglichkeit: Fertigrasen

Die Verlegung eines Fertigrasens bietet einige Vorteile. Der langwierige pflegeintensive Prozess der Narbenbildung entfällt. Und bei der Verlegung eines Fertigrasens ist der Effekt, quasi von jetzt auf gleich eine fertige Rasenfläche zu erhalten, phänomenal. Nach ca. 2 Wochen ist es schon möglich den Rasen zu nutzen. Jedoch muss man hierfür auch wesentlich höhere Kosten und körperlich schwere Arbeit in Kauf nehmen und das Problem einer optimalen Verlegung wird ein logistisches Problem. Warum? Der in Spezialbetrieben hergestellte Rasen sollte nach Möglichkeit am selben Tag, an dem er geschält wird, im eigenen Garten verlegt werden. Liegt er länger als zwei Tage, droht Fäulnis.

Fertigrasen ist schnell verlegt
Fertigrasen ist schnell verlegt

Die Vorbereitung des Bodens erfolgt gleichermaßen wie bei der Aussaat des Rasens. Bei frostfreiem Wetter ist das Verlegen von Fertigrasen ganzjährig möglich. Um ein sicheres Anwachsen des Rasens zu gewährleisten, ist jedoch eine Bodentemperatur von mindestens 6° C nötig. Ist das gewährleistet, kann es losgehen. Die Bahnen werden versetzt, Stoß an Stoß gelegt. Entstehende Löcher und Randstücke werden mit einem Erde-Sand-Gemisch aufgefüllt. Das verhindert das Austrocknen der Rasenkannten. Ränder mit einem scharfen Tapeten- oder Küchenmesser abschneiden. Anschließend unbedingt walzen und – selbst bei feuchter Witterung – gründlich wässern. Auch in den folgenden Tagen sollte weiter gründlich gewässert werden, bis der Rasen etwas angewachsen ist. Nach ca. zwei Wochen kann man den Rasen betreten. Nach ca. 10 Tagen kann der Rasen zum ersten Mal gemäht werden. Dabei sollten die Halme nicht um mehr als ein Drittel gekürzt werden.


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